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Vom homo oeconomicus zum homo culturalis. Handlung und Verhalten in der Ökonomie Vom homo oeconomicus zum homo culturalis

Herausgeber: Nils Goldschmidt und Hans G. Nutzinger

Reihe: Kulturelle Ökonomik Bd. 8, 384 S., 34.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-10354-3

Inhalt
Die Beiträge des Bandes zeigen in verschiedenen Bereichen und Fallbeispielen, dass menschliches Handeln individuelles und zugleich kulturell bedingtes Handeln in unterschiedlichen Kontexten darstellt – von der Evolution über die Kognition bis hin zu Institutionen und Organisationen. Solche Zusammenhänge lassen sich nur durch ein umfassendes Konzept des „Verstehens“ im Sinne von Max Weber der sozialwissenschaftlichen Analyse zuführen.

Um eine wirklichkeitsnahe Erklärung volks- und betriebswirtschaftlicher Prozesse zu ermöglichen, bedarf es folglich jenseits vordergründiger Zweckrationalität eines besseren Verständnisses dieser komplexen Zusammenhänge. Ohne die Einbeziehung von biologischen, anthropologischen, psychologischen, soziologischen und philosophischen Grundlagen wird dies nicht gelingen. Das verlangt eine interdisziplinäre Zusammenarbeit in den Sozialwissenschaften, die ein der jeweiligen Problemsituation angemessenes Abstraktionsniveau bei der Modellierung der Akteure sowohl voraussetzt als auch ermöglicht. Die Konsequenz für die Ökonomik: Eingefordert ist eine Bewegung vom homo oeconomicus hin zum homo culturalis.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort der Herausgeber
Nils Goldschmidt, Hans G. Nutzinger: Handlung und Verhalten in der Ökonomie. Eine Einführung aus kulturökonomischer Sicht.

1. Biologische und anthropologische Grundfragen
Friedemann Schrenk: Die Evolution der Gattung Homo
Harald A. Euler: Menschliches Handeln und Verhalten in evolutionspsychologischer Perspektive.
Sean Patríck Saßmannshausen: Der homo oeconomicus in im Spiegel kognitions- und biopsychologischer Erkenntnisse

2. Kognition und Ökonomie
Gerold Blümle: Wettbewerb und Kooperation. Adam Smith und die Spioegelneurone.
Walter Otto Ötsch: Kognitive Grundlagen menschlichen Verhaltens. Kognitionswissenschaften und neoklassische Standardtheorie
Ulrich Wenzel: Entstehung und Bedeutung menschlicher Kognition und die Kosequenzen für eine moderne Sozialwissenschaft. Generelle Überlegungen und eine fallanalytische Explikation.
Bernd Remmele: Der homo oeconomicus und (sein) digitales Eigentum

3. Der homo oeconomicus et culturalis und das Problem der Gerechtigkeit
Mario Gollwitzer et. al.: Soziale Gerechtigkeit
Alexander Lenger: Gerechtigkeit und das Konzept des homo culturalis
Bernhard Streicher, Simone Kaminski: Gerechtigkeitsempfindungen und ihre Bedeutung für Ökonomie und Organisation

4. Handlung und Verhalten in Organisationen
Michael S. Aßländer: Homo faber oder animal laborans. Das Menschenbild in der industrialisierten Wirtschaft.
Katja Gelbrich, Stefan Müller: Menschenbild und Konfliktstil in Organisationen. Eine kulturvergleichende Perspektive
Thomas Beschoner: Unternehmensethik. Forschungsperspektiven aus kulturalistischer Sicht.

Epilog
Hermann Rauchenschwandter: Homo oeconomicus ∧ homo culturalis: Kulturelle Höhlenausgänge aus der Ökonomik.
Zusammenfassung
Autorenverzeichnis

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