Prof. Dr. Viktor J. Vanberg, Senior Research Associate

Die besondere wissenschaftliche Leistung Viktor J. Vanbergs, der von 2001 bis 2010 Direktor des Walter Eucken Instituts war und als Vorstandsmitglied und als Senior Research
Associate dem Institut weiterhin angehört, beschreibt sein Nachfolger Lars Feld wie folgt: „Viktor Vanberg hat in den vergangenen Jahren die traditionelle Ordnungsökonomik hinsichtlich
ihrer Anschlussfähigkeit an die moderne Ökonomik untersucht und sie in die Moderne überführt.“

Vanberg, der, aus der Soziologie kommend, viele Jahre mit Nobelpreisträger James M. Buchanan am Center for the Study of Public Choice an der George Mason University, USA, zusammenarbeitete, gelang es, den amerikanischen Public Choice Ansatz mit der Freiburger Ordoliberalen Schule und der evolutorischen Ökonomik von F. A. Hayek zu verbinden. Mit der Herausarbeitung der Gemeinsamkeiten zwischen der Ordnungstheorie Walter Euckens und dem von Buchanan geprägten Forschungsprogramm der Verfassungsökonomik gelang ihm nicht nur die verstärkte Anbindung der deutschen Tradition der Ordnungsökonomik an die internationale wissenschaftliche Diskussion, sondern auch die Klarstellung wichtiger Punkte des Freiburger Ansatzes. So konnte etwa die Frage nach der Legitimation der Wirtschaftsordnung Eucken’scher Prägung durch Bezugnahme auf die streng individualistische Sozialvertragstheorie Buchanans beantwortet werden, in der die freiwillige Zustimmung der betroffenen Bürger letztendlich als Maßstab für die Legitimität einer Regelordnung und ihrer Änderung gilt.

Forschungsschwerpunkte

  • Ordnungsökonomik und Neue Institutionenökonomik
  • Ordnungspolitik
  • Evolutorische Institutionentheorie
  • Verhaltenstheoretische Grundlagen der Sozialwissenschaften