Ordoliberalismus – wozu? Ordnungspolitik und Soziale Marktwirtschaft auf dem Prüfstand

Mittwoch, 19.09.2018
Walter Eucken Institut
Friedrich Naumann Stiftung, Hayek-Kreis der FNF-Stipendiaten und Walter Eucken Institut

Zum Thema

In den frühen 1930er Jahren begründete Walter Eucken, zusammen mit den Juristen Franz Böhm und Hans Großmann-Doerth, die Freiburger Schule des Ordoliberalismus. Im Mittelpunkt ihres Programms stand die Erforschung der Wirtschaftsordnung, basierend auf
der Unterscheidung zwischen einer notwendigen regelbasierten Ordnungspolitik und einer unerwünschten interventionistisch geprägten Prozesspolitik. Die Gestaltung eines Wettbewerbsrahmens im Sinne einer funktionsfähigen und menschenwürdigen Wirtschaft war dabei
von zentraler Bedeutung. Diese Überlegungen beeinflussten schließlich die Wirtschaftspolitik Ludwig Erhards und die Soziale Marktwirtschaft. Zur modernen Ordnungsökonomik gehören auch die Ansätze der Public Choice-Theorie und der Austausch mit der
empirischen Mikro- und Makroökonomie.

Seit der Eurokrise ist das Erbe des Ordoliberalismus auch wieder in den Fokus der polit-ökonomischen Debatten geraten. In der akademischen Diskussion wird der Konflikt zwischen der deutschen Position, die ein regelgebundenes Handeln fordert, und der
französischen Position, die für mehr Flexibilität und Pragmatismus plädiert, herausgearbeitet. In Zeiten, in denen Verbote, komplizierte Regulierungen und Staatseingriffe in das Wirtschaftsleben wieder an Fahrt gewinnen, ist eine
intensive Beschäftigung mit den Ideen der Freiburger Schule hilfreich. Ausgehend von Euckens Buch „Nationalökonomie wozu?“ wird daher die Frage nach der Relevanz der Freiburger Schule gestellt: „Ordoliberalismus – wozu?“

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