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Freitag, 12.06.2026 | Walter Eucken Institut Gleichheit vs. Ungleichheit

Interne Konferenz

Walter Eucken Institut, Goethestraße 10, 79100 Freiburg

Interne interdisziplinäre Konferenz des Walter Eucken Instituts, Rainer Hanks und Volker Riebles

Sind wir alle gleich – oder gerade darin verschieden? Was bedeutet Gleichheit vor dem Recht, in der Genetik, in der Liebe oder in der Musik? Und wie entstehen eigentlich Ungleichheiten? Gleich und gleich gesellt sich gern, sagt man gerne. Aber man sagt auch: Gegensätze ziehen sich an.
Unsre Tagung Gleichheit / Ungleichheit macht sich frei von den ritualisierten Debatten über Vermögens- oder Einkommensungleichheit und ihren moralisierenden Traktaten. Viel interessanter ist die Verhältnisbestimmung zwischen Gleich und Ungleich, verbunden mit der Frage, welche Kreativität und Fortschrittsdynamik freigesetzt oder verhindert wird.
In der Tradition unserer Freiburger Tagungen am Walter Eucken Institut in über zehn Jahren (Macht, Narrative, Loyalität, Populismus, Stimmungen, Zufall, Vergessen, Autorschaft, Weltuntergang) soll das Thema „Gleichheit/Ungleichheit“ aus dem je spezifischen Blick verschiedener Fakultäten beleuchtet werden. Historiker, Theologen und Musikhistoriker werden einen anderen Blick auf die Gleichheit haben als Psychologen, Hirnforscher, theoretische Physiker oder Geografen. Daraus bezieht unser Tagungsformat seine Attraktivität.

Programm

Freitag, 12. Juni 2026

Begrüßung und thematische Einführung
Prof. Dr. Dr. h. c. Lars P. Feld (Walter Eucken Institut), Dr. Rainer Hank (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) und Prof. Dr. Volker Rieble (LMU München

Die Perspektive der Rechtswissenschaften
Prof. Dr. Dr. h. c. Gertrude Lübbe-Wolff (Universität Bielefeld)

Die Perspektive der Wirtschafts- und Organisationssoziologie
Prof. Dr. Katja Rost (Universität Zürich)

Die ökonomische Perspektive: Gesundheit als höchstes Gut! Der 100%-Ansatz und seine Folgen
Prof. Dr. Boris Augurzky (RWI Essen)

Die Perspektive der Epigenetik
N.N.

Die Perspektive der Geografie: Regionale Ungleichheiten in der Bundesrepublik
Prof. Dr. Matthias Naumann (Universität Würzburg)

Die Perspektive der Hirnforschung: Keine zwei Gehirne sind gleich
Prof. Dr. Martin Korte (TU Braunschweig)

Samstag, 13. Mai 2026

Die musikwissenschaftliche Perspektive: Die Ordnung der Stimmen. Polyphonie und Homophonie als musikalische Denkmodelle struktureller (Un-)Gleichheit
Prof. Dr. Melanie Wald-Fuhrmann (Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik Frankfurt a. M.)

Die Perspektive der Philosophie
Prof. Dr. Petra Gehring (TU Darmstadt)

Die musikwissenschaftliche Perspektive: Braucht Musik einen menschlichen Autor – und wenn ja, welche Musik?
Prof. Dr. Melanie Wald-Fuhrmann (Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik Frankfurt a. M.)

Die althistorische Perspektive: Art. 3 GG von Platon bis Pistorius
Prof. Dr. Christoph Lundgreen (TU Dresden)

Die soziologische Perspektive
Prof. Dr. Patrick Sachweh (Universität Bremen)