Podiumsdiskussion des Walter Eucken Instituts, des Forums Ordnungspolitik und der Badischen Zeitung
Es diskutieren: Michael Georg Link (ehem. Staatssekretär im Auswärtigen Amt), Prof. Dr. Carlo Masala (Universität der Bundeswehr München) und Prof. Dr. Paulina Starski (Universität Freiburg)
Der Schwerpunkt der Diskussion liegt auf folgenden Fragen: Wie verhindern wir nachhaltig, dass die regelbasierte Ordnung, die die Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt hat, durch das Recht des Stärkeren abgelöst wird? Welche Bündnisoptionen hat Europa angesichts der konfliktgeladenen transatlantischen Beziehungen, um sich verteidigungspolitisch und marktwirtschaftlich resilient aufzustellen? Was sollten wir als zentrale Erkenntnisgewinne aus den Fehlern der deutschen und europäischen Außenpolitik mitnehmen, damit eine neue Ordnung stabil bleibt?
Zum Nachbericht und Videomitschnitt in der Badischen Zeitung: „In Freiburg sprechen Experten über den Niedergang der regelbasierten Ordnung“ (von Michael Sauer).
Zum Nachbericht von Evangelia Vlassaki (Forum Ordnungspolitik).
Michael Georg Link war von September 2023 bis zu seinem Ausscheiden aus dem Deutschen Bundestag Ende März 2025 stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion, zuständig für Außen-, Europa-, Verteidigungs-, Entwicklungs- und Menschenrechtspolitik.
Von März 2022 bis November 2024 bekleidete er im Auftrag der Bundesregierung die Funktion des Koordinators für transatlantische Zusammenarbeit mit den USA und Kanada im Auswärtigen Amt.
Von Juli 2014 bis Juni 2017 leitete er als deren Direktor die OSZE-Menschenrechtsbehörde ODIHR mit Sitz in Warschau.
Er war von Januar 2012 bis Dezember 2013 Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt und Beauftragter der Bundesregierung für die Deutsch-Französische Zusammenarbeit.
Er war von Oktober 2005 bis Oktober 2013 und erneut von Oktober 2017 bis März 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages, als Abgeordneter in seinem Heimatwahlkreis Heilbronn/Baden-Württemberg.
Link ist aktuell Bundesschatzmeister der FDP und stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung (Potsdam) und Vorstandsmitglied des Deutsch-Französischen Instituts (Ludwigsburg).
Prof. Dr. Carlo Masala studierte von 1988 bis 1992 Politikwissenschaft, Germanistik und Romanische Philologie. 1996 wurde er promoviert, im Dezember 2002 folgte die Habilitation. Im Sommer 2003 übernahm er die Vertretung einer Professur am Geschwister-Scholl-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München und wechselte Anfang 2004 zum NATO Defense College nach Rom. Hier war er zunächst als Research Advisor und ab 2006 als Deputy Director, in der dortigen Forschungsabteilung tätig.
Im März 2007 erhielt er den Ruf auf die Professur für Internationale Politik (seit 2025 umgewidmet auf Professur für Sicherheits- und Verteidigungspolitik) an der Universität der Bundeswehr München und nahm diese zum 1. Juli 2007 an. Darüber hinaus ist er Direktor des Center for Intelligence and Security Studies, Direktor des Metis Institut für Strategie und Vorausschau, sowie Projektleiter des Kompetenzzentrums Krisenfrüherkennung an der Universität der Bundeswehr München.
Professor Masala ist Mitherausgeber der Zeitschrift für Internationale Beziehungen sowie SIRIUS – Zeitschrift für Strategische Analysen und seit 2018 Co-Host des Podcasts Sicherheitshalber. Er war ständiger Sachverständiger in der Enquete Kommission des Deutschen Bundestags zum Afghanistaneinsatz sowie Mitglied des Kuratoriums Wissenschaftsjahr 2024 beim Bundesministerium für Forschung und Bildung. Er ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Bundesakademie für Sicherheitspolitik und wurde im Mai 2024 zum ordentlichen Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ernannt. Des Weiteren wurde er im Oktober 2024 wurde er in den Vorstand der Hermann-Ehlers-Stiftung gewählt und seit Mai 2025 ist er Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken.
Im Jahr 2022 erschien sein Buch Weltunordnung. Die globalen Krisen und die Illusion des Westens (C.H. Beck), welches 2026 in der in der 8. Auflage erscheint. Das zweite Buch Bedingt abwehrbereit – Deutschlands Schwäche in der Zeitenwende (C.H. Beck) wurde 2023 veröffentlicht. 2024 folgte der Titel, Warum die Welt keinen Frieden findet (Brandstätter Verlag) – aktuell ist die dritte Auflage erhältlich. Sein aktuelles Werk, Wenn Russland gewinnt. Ein Szenario, erschien im März 2025 (C.H. Beck), wurde in zwanzig Sprachen übersetzt und liegt mittlerweile in der 14. Auflage vor.
2023 erhielt Professor Masala für sein wissenschaftliches Werk und seine Wissenschaftskommunikation die Lichtenberg-Medaille in Gold der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Zudem wurde er im Oktober 2023 für sein wissenschaftliches Werk mit dem Rohde Preis der Universität der Bundeswehr ausgezeichnet.
Prof. Dr. Paulina Starski studierte Rechtswissenschaften an der Bucerius Law School in Hamburg (LL.B. 2004). Nach einem Studienaufenthalt an der University of Sydney (2003) legte sie 2007 die Erste Juristische Staatsprüfung in Hamburg ab. Von 2007 bis 2013 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht von Prof. Dr. Jörn Axel Kämmerer an der Bucerius Law School. Parallel übernahm sie 2008 einen Lehrauftrag an der Universität Hamburg im Bereich Grund- und Menschenrechtsschutz sowie Verfassungsrecht. Nach dem Referendariat am Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg, unter anderem mit einer Station bei Freshfields Bruckhaus Deringer in New York, absolvierte sie 2013 die Zweite Juristische Staatsprüfung.
Im Jahr 2013 wurde sie an der Bucerius Law School mit der Arbeit „Der interföderale Verwaltungsakt“ summa cum laude promoviert. Anschließend war sie als Wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Jörn Axel Kämmerer sowie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem, Richter des Bundesverfassungsgerichts a.D., im Zusammenhang mit der Venedig-Kommission tätig. Von 2013 bis 2022 war sie zudem zur Rechtsanwaltschaft zugelassen.
Von 2014 bis 2020 war sie Habilitandin an der Bucerius Law School sowie Senior Research Fellow/Referentin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg. Internationale Forschungsaufenthalte führten sie als Hauser Global Fellow an das Institute for International Law and Justice der New York University School of Law (2017), als Senior Visiting Scholar an die University of Sydney Law School (2018) und als Kathleen Fitzpatrick Postdoctoral Visiting Fellow an die University of Melbourne Law School (2018).
Nach Lehrstuhlvertretungen an der Universität zu Köln sowie einer Gastprofessur an der Humboldt-Universität zu Berlin habilitierte sie sich 2020 an der Bucerius Law School mit der Schrift „The Unwilling or Unable State as a Challenge to International Law“. Ihr wurde die venia legendi für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht sowie Rechtsvergleichung verliehen.
Von April 2020 bis März 2021 vertrat sie die Professur für deutsches und ausländisches öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Von Dezember 2020 bis Februar 2022 war sie Universitätsprofessorin für Öffentliches Recht und Global Governance an der Universität Graz. Seit Dezember 2020 ist sie außerdem Senior Research Affiliate am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht. Seit März 2022 ist sie Professorin für deutsches und ausländisches öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Im Herbst 2024 war sie Global Teaching Fellow an der Washington and Lee University Law School. 2025 erhielt sie einen Ruf der Universität zu Köln auf die W3-Professur für Europa- und Völkerrecht, den sie ablehnte.
Moderation: Thomas Fricker
Bitte beachten Sie: Auf der Veranstaltung werden Fotos und Videoaufnahmen gemacht, mit deren Verwendung Sie sich durch den Besuch der Veranstaltung einverstanden erklären.






























