Malteser Migrationsbericht 2019

Am 11. September 2019 haben die Malteser Deutschland und das Walter Eucken Institut den Malteser Migrationsbericht 2019 vorgestellt. Der Bericht will Fakten zur Migration analysieren und lässt den Schluss zu, dass die Immigration – nicht nur, aber insbesondere auch die von Geflüchteten – für Deutschland bewältigbar ist. Dies gilt insbesondere für die Finanzen. Eine große Herausforderung ist die soziale und kulturelle Integration. Zum Bericht…

Hans Tietmeyer: Ein Leben für ein stabiles Deutschland und ein dynamisches Europa

In der Schriftenreihe Untersuchungen zu Ordungstheorie und Ordnungspolitik des Walter Eucken Instituts beim Verlag Mohr Siebeck ist mit der Dissertation von Joachim Algermissen ein neuer Band erschienen:

Lambsdorff-Papier, Deutsche Einheit, Euro: Hans Tietmeyer war so einflussreich wie sonst kaum jemand in der Wirtschafts-, Finanz- und Geldpolitik im Nachkriegsdeutschland. Bekannt war er als Bundesbankpräsident vor allem für seine konsequente Stabilitätsorientierung, der die politischen Lager spaltete. Politikinteressierten ist er meist als letzter Hüter der D-Mark in Erinnerung.

Zum Verhältnis zwischen Ordoliberalismus und Adam Smith – Diskussionspapier von Karen Horn

Abstract

Ever since the global financial crisis of 2008, interpreted by some observers as a foreseeable failure of “unfettered” capitalism, the German intellectual tradition of ordoliberalism has been meeting with increased interest. Its emphasis on good government, appropriate rules and institutions makes it attractive. Welcome as this may be, however, that trend may impact the reception of the works of Adam Smith in a problematic way, since the key historical figures of ordoliberalism reject his theory vigorously, even though, from today’s perspective, their concerns and policy recommendations look very parallel to his. Their common hope is human flourishing. Just like the Scot, the broad scope of their vision encompasses society as a whole, not just the market; they are concerned with ethics, not just economics. But what, then, can solve the puzzle of this implausible rejection, by which the ordoliberals contribute to a deep-rooted prejudice against Smith? In this paper, Karen Horn takes stock of their concrete criticisms, which turn out to be based on a narrow understanding of Smith’s work. She suggests that it is religion that stands at the root of the explanation, though situational elements may also play a role. The essential contentious point seems to be what the ordoliberals take for the Scot’s naïve belief in natural harmony, the sources of which they see in his stoicism and possible deism. The deeper problem for them with Smith is the pagan flavour and the systematic normative relativism of an essentially evolutionary approach to human values.

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“Aufbruch zu einer neuen Klimapolitik”

Im Auftrag der Bundesregierung hat der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ein Sondergutachten zur CO2-Bepreisung erstellt. Das Gutachten mit dem Titel “Aufbruch zu einer neuen Klimapolitik” finden Sie auf der Webseite des Rates.

Walter-Eucken-Vorlesung entfällt

Aufgrund der aktuellen Ereignisse in Berlin muss die für heute geplante Walter-Eucken-Vorlesung leider entfallen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Konjunktur-Update des Sachverständigenrats

Der Sachverständigenrat revidiert seine Prognose für das Jahr 2019 und erwartet für Deutschland Zuwachsraten des realen BIP von 0,8 % für 2019 und 1,7 % für 2020. Zum Bericht…

Praktikanten für Ideengeschichte gesucht!

Ab sofort suchen wir Praktikanten (Bachelor- oder Masterstudenten) aus der VWL, Geschichte oder verwandten Disziplinen. Zur Ausschreibung…

1. Franz-Böhm-Vorlesung veröffentlicht

In der Reihe Beiträge zu Ordnungstheorie und Ordnungspolitik wurde mit dem Titel “Wettbewerb in der Privatrechtsgesellschaft” die 1. Franz-Böhm-Vorlesung veröffentlicht. Referent war der bedeutendste Böhm-Schüler Ernst-Joachim Mestmäcker. 

Diskussionspapier zu öffentlichen Investitionen. Von Lars P. Feld, Désiree Christofzik und Mustafa Yeter

Defekte Schultoiletten und gesperrte Brücken haben in Deutschland eine neue Debatte um eine öffentliche Investitionsschwäche ausgelöst. Eine Erhöhung der öffentlichen Investitionsquote wird dabei oftmals als Allheilmittel zur Stärkung der Wirtschaft gesehen. Vielfach wird sogar eine Verpflichtung für den Staat gefordert, Investitionen in einem Umfang zu tätigen, der zumindest die Abschreibungen ausgleicht (Expertenkommission „Stärkung von Investitionen in Deutschland“, 2015). Eine solche Regel wäre allerdings nicht dazu geeignet, die genannten Probleme zu lösen – vielmehr könnte sie zu teuren Fehlallokationen verleiten.

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Frühjahrsgutachten 2019 der Immobilienwirtschaft

Der Rat der Immobilienweisen hat am 19. Februar sein Frühjahrsgutachten vorgestellt, das er jährlich im Auftrag des Spitzenverbandes der Immobilienwirtschaft (ZIA) erstellt. Hier finden Sie die Kurzfassung des Gutachtens.

Diskussionspapier zur Grundsteuerreform. Von Lars P. Feld und Patrick Hirsch

Eine Reform der Grundsteuer ist unabweisbar geworden. Dies ist nicht dem politischen Willen von Bund oder Ländern geschuldet, sondern geht auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 10. April 2018 zurück, wonach die Einheitsbewertung zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage der Grundsteuer jedenfalls seit dem 1. Januar 2002 unvereinbar mit Art. 3 Abs. 1 Grundgesetz und somit verfassungswidrig ist. Diese Entscheidung war spätestens seit dem Jahr 2010 absehbar, als der Bundesfinanzhof feststellte, dass „[…] das weitere Unterbleiben einer allgemeinen Neubewertung des Grundvermögens […]“ für Stichtage nach dem 1.1.2007 mit der Verfassung nicht vereinbar ist (Pressemitteilung BFH vom 11. August 2010). Der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesfinanzministerium legte im Dezember 2010 eine Stellungnahme zur Grundsteuerreform vor, die Möglichkeiten zu einer Neubewertung der Immobilien in Deutschland mit einigermaßen vertretbarem administrativem Aufwand aufzeigte. 

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Jahresgutachten 2018/2019 des Sachverständigenrats

Am 7. November hat der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sein Jahresgutachten 2018/2019 an die Bundesregierung übergeben. Das Gutachten sowie eine Zusammenfassung finden Sie auf der Webseite des Rates.

Diskussionspapier: Natürliches Feldexperiment zur kollaborativen Steuerhinterziehung

Sales from businesses to consumers provide fertile ground for collaborative tax evasion. However, little is known about the phenomenon. We conduct a natural field experiment with 2,900 businesses in which we take the role of con
sumers and vary if we request an invoice for the delivery of a service. We find that 56% of businesses approach consumers with the intention to evade. The fraction is zero
in the regulated market and 72% in the unregulated market. It increases when consumers signal their willingness to collude. Consumers can save 25% of the legal price on average if they agree to evade.

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Lars P. Feld im neuen Universitätsrat

Mit fünf neu gewählten Mitgliedern startete der Universitätsrat der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg am 1. Oktober 2018 in die neue Amtsperiode. Darunter ist der Direktor des Walter Eucken Instituts Lars P. Feld.

Jahresbericht 2017 erschienen

Im Jahresbericht des Walter Eucken Instituts können Sie sich über die wissenschaftlichen Aktivitäten des Direktors Lars P. Feld sowie der Mitarbeiter informieren. Darüber hinaus erhalten Sie einen Überblick über die Veranstaltungen des Instituts und des Aktionskreises Freiburger Schule im Jahr 2017.

Diskussionspapier zu Euckens und Schumpeters Konjunkturtheorien

In den Jahren 1939 und 1940 erschienen kurz nacheinander zwei Hauptwerke der theoretischen Nationalökonomie: Joseph Schumpeters Business Cycles und Walter Euckens Grundlagen der
Nationalökonomie. Während Schumpeter (1883-1950) in den Business Cycles seine Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung mit seinen Forschungen zum langwelligen Konjunkturverlauf
verband und einen regelmäßigen Verlauf langwelliger innovationsbezogener Wirtschaftszyklen von ca. 55 Jahren herausarbeitete, erklärte Eucken (1891-1950) zum Thema wirtschaftliche
Entwicklung: „Es gibt keinen Normal-Zyklus der Konjunktur“. Im Besondern übergeht er den von Schumpeter 1911 eingeführten Ansatz, ausdrücklich zwischen Wachstum und Entwicklung
zu unterscheiden und reflektiert anstelle von Entwicklungen allgemein wirtschaftliche Veränderungen.
Nimmt man noch seine konjunkturtheoretische Position hinzu, wonach wirtschaftlich endogene Faktoren konjunkturell genauso ausschlaggebend sind wie exogene, dann ist der Eindruck
nicht abzuweisen, dass Eucken an der besonderen Entwicklungsvorstellung Schumpeters gleichsam vorbeigeht und er dessen Innovationstheorie nicht rezipiert. Weiter…

Ist eine Harmonisierung der kommunalen Finanzregeln nach der Ausgleichsreform erforderlich?

Die Heterogenität der kommunalen Haushalts- und Aufsichtsregeln als Herausforderung im vertikalisierten Fiskalföderalismus

 Neues Diskussionspapier von Yannick Bury und Lars P. Feld

 

Walter Eucken als deutscher Anti-Keynes? Neues Diskussionspapier

Von Lars P. Feld, Ekkehard A. Köhler und Daniel Nientiedt

Germany’s approach to solving the Eurozone crisis is supposedly based on the ideas of Walter Eucken (1891–1950), the founder of ordoliberalism. In this and other contexts, Eucken’s work has been described as being in direct opposition to that of John Maynard Keynes. Our paper aims to clarify and differentiate the relationship between the two scholars by making two main points. First, we show that Eucken supported a proto-Keynesian stimulus programme at the height of the Great Depression, the so-called Lautenbach plan of 1931. Second, we critically examine Eucken’s description of ‘full employment policy’, a strategy with obvious parallels to Keynesian economic policy. Additionally, the paper maintains that when comparing Eucken and Keynes, more emphasis should be given to the fact that the former favours a rule-based rather than discretionary approach to policy-making.

Diskussionspapier zu James Buchanan, öffentlicher Verschuldung und Fiskalregeln

Von Lars P. Feld

James Buchanan pioneered the political economics of public debt 60 years ago. In this paper, we contrast his thinking of the burden of debt, the public choice mechanisms that lead to excessive debt and the demand for constitutional restraints on public debt with its development, its sustainability, the evidence on the political economy of debt and on the effects of institutions. It turns out that Buchanan farsightedly anticipated the problems that would emerge from excessive indebtedness in the developed world. The introduction of fiscal rules appear as a late triumph of Buchanan’s thinking. However, socialism is dead, but Leviathan lives on. Opposition to sound fiscal policies has increasingly dominated the public debates since the Great Recession..

Diskussionspapier zur Schweizer Schuldenbremse

The Swiss debt brake is widely appreciated as one of the most rationally designed fiscal rules in the world and was thus also discussed as blueprint in the debates about fiscal rules in Germany, the European Union member states and Israel. However, evidence that this rule really contributes to sound federal finances does not exist yet. We investigate the effectiveness of the Swiss debt brake by employing the Synthetic Control Method. We find that the introduction of this fiscal rule improved the budget balance by about 3.6 percentage points on average in a post-intervention period covering five years.

Zum Diskussionspapier von Christian Pfeil und Lars P. Feld.

Lars P. Feld trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Hildesheim ein

Am 19. Juni hat sich der Direktor des Walter Eucken Instituts Lars P. Feld ins Goldene Buch der Stadt Hildesheim eingetragen. Mehr Informationen…

Dr. Heiko T. Burret erhält Forschungspreis des Roman Herzog Instituts

Heiko T. Burret, Forschungsreferent am Walter Eucken Institut, hat beim Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft 2018 den 1. Preis erhalten. Bei diesem Preis handelt es sich um eine der höchstdotierten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Mehr Informationen…

Diskussionspapier zur “Politischen Ökonomik der wirtschaftlichen Beratung”

Neues Diskussionspapier von Lars P. Feld, in dem er die Frage nach dem Sachverständigenrat als ordnungspolitisches Gewissen stellt.

Diskussionspapier: “Commitment to Pay Taxes”

Diskussionspapier von Lars P. Feld, Bruno S. Frey, Ann-Kathrin Koessler und Benno Torgler “Commitment to Pay Taxes: Results from Field and Laboratory Experiments”.

Neues Diskussionspapier zur Tragfähigkeit der Länderfinanzen

Modeling Fiscal Sustainability in Dynamic Macro-Panels with Heterogeneous Effects: Evidence From German Federal State. Zum Diskussionspapier…

Konjunkturprognose 2018/2019 des Sachverständigenrats

Der Sachverständigenrat hebt seine Wachstumsprognose für das Jahr 2018 leicht an und erwartet für die Jahre 2018 und 2019 jahresdurchschnittliche Zuwachsraten des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,3 % und 1,8 %.