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Unsere Aufgabe: Perspektiven eröffnen für eine europäische Soziale Marktwirtschaft

Wer die Soziale Marktwirtschaft langfristig sichern will, muss über kurzfristige Systemkorrekturen hinausdenken. Dabei leitet uns die Frage, wie durch Rahmenbedingungen der Wirtschaft und des politischen Wettbewerbs  verbesserte Anreize geschaffen werden, um die langfristigen Bürgerinteressen zu entdecken und adäquat zu berücksichtigen. Dabei ziehen wir in Betracht, dass Individuen sich nicht immer so verhalten, wie das ökonomische Verhaltensmodell prognostiziert. Hierzu liefern wir ordnungsökonomische Grundlagenforschung, die wir in (querschnitts-, zeitreihen- und panel-) ökonometrischen, experimentellen, stärker deskriptiv-empirischen und qualitativen Forschungsprojekten vorantreiben.

FORSCHUNGSBEREICHE

Mikroökonomik, insbesondere Arbeitsmarkt- und Verhaltensökonomik

ÜBER DAS INDIVIDUELLE VERHALTEN EINSICHTEN FÜR DIE WIRTSCHAFTSPOLITIK GEWINNEN

Gesellschaftlicher und institutioneller Wandel bedeuten, dass Menschen sich an neue Rahmenbedingungen anpassen müssen. Die deutsche Wiedervereinigung oder die Finanz- und Wirtschaftskrise sind Beispiele für außergewöhnliche Ereignisse, die viele Menschen vor neue Herausforderungen stellten. Um besser beurteilen zu können, wie Menschen in veränderten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Situationen Entscheidungen treffen, bedarf es Kenntnisse darüber, welche Faktoren diese Handlungen beeinflussen. Die neoklassische Theorie nimmt an, dass die Anpassung an neue Restriktionen problemlos erfolgt und Präferenzen, d.h. die Bewertung der gegebenen Handlungsalternativen, von den Ereignissen unbeeinflusst sind. Allerdings zeigt die verhaltensökonomische Forschung, dass Individuen sich regelmäßig entgegen den Annahmen der neoklassischen Theorie verhalten. Wir untersuchen mit traditionellen und verhaltensökonomischen Ansätzen, wie Individuen auf die ihnen gebotenen Anreize reagieren, mit dem Ziel, Einsichten für die Wirtschaftspolitik zu gewinnen. 

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Makroökonomik und Finanzwissenschaft

FISKALPOLITIK FÜR DEN FÖDERALEN, EUROPÄISCHEN UND GLOBALEN WETTBEWERB

Besteuerung, Staatsausgaben und Staatsschulden werden zwar immer noch weitgehend auf nationalstaatlicher Ebene beschlossen. Die Realität nach der Schuldenkrise zeigt jedoch, dass wir über den Nationalstaat hinausdenken müssen. Für den internationalen Wettbewerb um mobile Ressourcen und auf weltweit vernetzten Finanzmärkten haben diese Maßnahmen längst bedeutende Folgen. Hier findet ein Steuer- und Leistungswettbewerb zwischen Gebietskörperschaften auf verschiedensten Ebenen statt, dessen Auswirkungen am Walter Eucken Institut intensiv empirisch untersucht werden. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Frage nach einer angemessenen Ordnung für den interstaatlichen Wettbewerb. Das zunehmend drängende Problem der Staatsverschuldung verlangt ebenfalls nach dauerhaft glaubwürdigen Selbstbindungen der Politik – auch hiermit setzen sich die Wissenschaftler am Walter Eucken Institut auseinander.

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Geschichte des ökonomischen Denkens

THEORIEGESCHICHTLICHE UNTERSUCHUNGEN ZUR ENTSTEHUNG DES ORDNUNGSÖKONOMISCHEN DENKENS DER FREIBURGER SCHULE

Das Potenzial der Freiburger Tradition und ihre aktuelle Bedeutung haben sich aus verschiedenen ideen- und theoriegeschichtlichen Ansätzen entwickelt. Ihre Darstellung und die kritische Prüfung ihrer Grundlagen können wichtige Impulse für heutige Fragestellungen liefern. Ein wichtiger Forschungsschwerpunkt sind dabei die Entstehungsbedingungen der Sozialen Marktwirtschaft und ihre Relevanz für die heutige Reform der Wirtschafts- und Sozialpolitik.  Zugleich sieht es das Institut als seine Aufgabe an, in Kooperation mit ausgewiesenen Dogmenhistorikern die Forschung zu den einzelnen Mitgliedern der Freiburger Schule durch biografische, bibliografische und zeithistorische Untersuchungen fortzusetzen und weiter zu fördern.

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